Die MTT/KGG ist ein gezieltes Aufbautraining für Muskulatur, Bandapparat und Gelenke nach Operationen und Verletzungen. So bildet sich nach langer Bettlägrigkeit oder nach mehrwöchigem Tragen eines Gipsverbandes nicht nur die Muskulatur zurück, es verkürzen sich auch Bänder und Sehnen. Das beeinträchtigt die Beweglichkeit, "Koordination", Kraft und Ausdauer.
Nach Verordnung des Arztes erstellt der Therapeut Befund und Trainingsplan. Der Patient soll mit Hilfe der Übungen Bewegungen wiedererlernen. Drei Ebenen muss er dabei durchlaufen:
Seilzug |
Beinpresse |
Latissmuszügel |
1. Grobkoordination, d.h. der Lernende erwirbt eine Vorstellung von dem zu erlernenden Bewegungsablauf und führt die ersten noch unsicheren Bewegungen aus. Diese sind in ihrer Grobform gekennzeichnet durch Irradiation und unsichere Bewegungen.
2. Feinkoordination, Erwerb der Feinform.
3. Automatisierung, d.h. es kommt zur Festigung des Bewegungsablaufes und zum Erlernen einer auf die jeweilige Situation abgestimmten richtigen Reaktion.
Zwangsläufig wird dabei Kraft, Ausdauer, und Geschwindigkeit geschult.
Ausdauer und Kraft ergeben sich automatisch durch Erlernen der Koordination.
Fahrradergometer |
Winkelbank |
Seilzug |
Seilzug |
Latissmuszügel |
Beinpresse |
Krankengymnastik am Gerät (gerätegestützte Krankengymnastik)
Die Gerätegestützte Krankengymnastik dient der Behandlung krankhafter Muskelinsuffizienz, fehlerhaften Zusammenspiels von Muskeln und Verkürzung sowie unvollständiger Lähmungen von Muskeln oder Muskelgruppen (motorischer Paresen) mittels spezieller medizinischer Trainingsgeräte, vor allem bei chronischen Erkrankungen der Wirbelsäule sowie nach Verletzungen oder Operationen.
Sie erfolgt mit:
- Sequenztrainingsgeräten für die oberen und unteren Extremitäten und den Rumpf.
- Hebel und Seilzugapparate für die Rumpf- und Extremitätenmuskulatur.
Sie wird grundsätzlich als parallele Einzelbehandlung mit maximal 3 Patienten verordnet. Unabdingbar ist die Anleitung, Aufsicht und Kontrolle unmittelbar durch den behandelnden Therapeuten.
(Nach Auszug aus dem Heilmittelkatalog zum 01.07.2004)

Bei der gerätegestützten Krankengymnastik führt der Patient krankengymnastische Übungen unter der Aufsicht einer speziell ausgebildeten Krankengymnastin an medizinischen Trainingsgeräten durch. Die gerätegestützte Krankengymnastik ist ein für gesetzlich versicherte Patienten verordnungsfähiges Heilmittel, welches einer besonderen Zulassung durch die Krankenkassen und einer speziellen Praxisausstattung bedarf. Verordnungsfähig ist die KGG für festgelegte Beschwerdebilder, denen eine primäre Kräftigung der Muskulatur laut neuen Heilmittelrichtlinien zugeordnet wird. Vorgesehen ist die KGG seitens der Krankenkassen als Gruppentherapie, sollte sich jedoch keine Gruppe von Patienten ergeben, die gleichzeitig Behandlungstermine in Anspruch nehmen können, bieten wir diese Leistung gleichfalls als Einzelbehandlung an.
In der Medizinischen Trainigstherapie betreut eine speziell ausgebildete Sportwissenschaftlerin unsere Patienten.